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Saboteur [1/2]
Das letzte Spiel von Entwickler Pandemic. Mit Zutaten wie „Zweiter Weltkrieg“ und „Open World“, versuchen sie ein kompliziertes Gericht zu kochen. Doch schmeckt Saboteur dann auch der großen Spielerrunde? Wir haben das Spiel genauer unter die Lupe genommen.

Autor(en): Pandemic
Publisher: Electronic Arts
Release: Erschienen - 03.12.2009
Spielmodi: Singleplayer

Saboteur – Seite 1


Beliebte Zutaten
Dass „gut geklaut“ manchmal besser ist als „schlecht selbst erfunden“ haben wir ja schon oft erlebt. Und dass kaum Innovation beim Kampf um die Käufer übrig bleibt, wissen wir leider auch. Mit dem letzten Werk des aufgelösten Entwicklerstudios Pandemic versuchen sie zum letzten Mal einen großen Wurf zu meistern. Nachdem die Destroy all Humans!- und Mercenaries-Reihe der nötige Aufschwung fehlte, versuchten sie es mit einem eher neueren Konzept, obwohl die einzelnen Gameplay-Elemente alles andere als neu sind. Doch fangen wir bei der Geschichte an, die sich um den irischen Mechaniker, Rennfahrer und Frauenheld Sean Devlin dreht. Als er mit seinem Rennteam 1940 in Saarbrücken ankommt, stehen alle Zeichen auf Krieg. Die deutschen Truppen sammeln sich an der französischen Grenze. Spannung liegt in der Luft, genau wie auf der Rennbahn. Dort hat Sean es mit seinem größten Rivalen zu tun, einem blonden hochgewachsenen Vorbildnazi. Dass dieser dann am Ende mit unfairen Mitteln das Rennen gewinnt, war schon von Anfang an klar. Als Sean und ein Freund dem Rivalen einen Streich spielen wollen, werden sie geschnappt und als feindliche Spione dargestellt. Sean gelingt zwar die Flucht, muss aber miterleben, wie sein Freund ermordet wird. Dies ist dann auch der Punkt, an dem der Ire die unbeliebten Nazis nun so richtig zu hassen anfängt. Er flüchtet nach diesem schicksalsträchtigen Abend nach Paris, das bald von den Deutschen besetzt wird. Nach vielem Hin und Her beschließt der Ire sich dann dem Widerstand anzuschließen und genau hier geht Saboteur dann auch richtig los.

GTA und der Zweite Weltkrieg
Spiele, die im Zweiten Weltkrieg spielen gibt es zuhauf. Scheinbar wird es vielen Entwicklern nicht überdrüssig, immer und immer wieder das düstere Kapitel Europas als Schauplatz zu nehmen. Genauso bedient man sich schon seit jeher an dem Open-World-Prinzip, das GTA erfunden hat. Doch eine Kombo fehlte uns noch: GTA im Zweiten Weltkrieg! Und genau das ist Saboteur zum größten Teil. Von unserem Versteck fahren wir in geklauten Wagen zu allerlei Missionen, überall im großen virtuellen Paris verteilt. In Hinterhöfen kaufen wir uns Waffen und nebenher zerstören wir allerlei Nazizeug. Werden wir entdeckt, so liefern wir uns hitzige Feuergefechte oder versuchen mit dem Auto die Verfolger mit einer rasanten Verfolgungsjagd abzuschütteln. Wie bei GTA steigt auch das Fahndungslevel, je mehr wir anstellen. In Paris selbst können wir uns recht frei bewegen und die Gesamtkarte ist sehr groß und spiegelt recht schön den Flair der 40er Jahre wider. Seien es nun alte Gebäude oder die Wagen, sogar das Autoradio spielt Lieder aus der damaligen Zeit. Eine nette Idee ist die Gestaltung der Viertel. Anfangs wird ganz Paris in einem unfreundlichen Schwarz/Weiß dargestellt. Erst wenn man diverse Nazi-Einrichtungen und Missionen erledigt hat, kommt wieder Farbe in die Stadt. Und genau das haben die Entwickler sehr gut hinbekommen. Man freut sich immer wieder, wenn man einen farblosen Teil der Stadt dann bunt wider aufblühen sieht. Die Steuerung im Auto und zu Fuß wird Kennern der GTA-Serie recht gut von der Hand gehen. Die Autos selbst steuern sich zwar etwas träge, fast wie Seifenkisten sogar, aber das geht in Ordnung. Ein richtiges Schadensmodell hat es leider nicht ins Spiel geschafft.

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Informationen:
Datum:
 11.01.2010
Autor:
 Stefan Vogel (sv)
Links:
Produkt-Infos


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